Das hier für hochbelastete Verkehrsachsen vorgeschlagene Konzept AUTOSHUTTLE vereinigt:
Autos,
Busse und Lastwagen fahren in jeweils ein durchsichtiges Transportfahrzeug
ein. Es gibt keinen Fahrplan, sondern quasi ständig Fahrmöglichkeiten.
Das Transportfahrzeug beschleunigt automatisch auf die Reisegeschwindigkeit
von konstant 180 km/h. Danach werden Konvois mit sehr geringem Luftwiderstand
gebildet, um einen möglichst geringen Energieverbrauch zu erzielen.
Der Benutzer bestimmt während der Fahrt sein individuelles Fahrziel und kann jederzeit Änderungen vornehmen. Der Fahrpreis ist für jeden Autotyp niedriger als die Kosten beim selber Fahren und wird während der Fahrt abgebucht. Auf- und Ausfahrten sind genauso häufig wie bei einer normalen Autobahn vorhanden. Auf der Reiseroute liegende Ausfahrten werden ohne Zeitverlust passiert. An der Zielausfahrt schert das Transportfahrzeug aus dem Konvoi aus und bremst automatisch ab. Die Autos fahren vorwärts aus und ohne zusätzlichen Aufenthalt weiter zum Reiseziel. Bereits ab einer Fahrtstrecke von 18 km für PKW und 12 km für LKW ist AUTOSHUTTLE das schnellste Massenverkehrsmittel. |
Die
technische Machbarkeit ist auf Basis der im Hauptteil des vorliegenden
Dokumentes dargestellten Konzeption nachgewiesen. Eine für AUTOSHUTTLE
äußerst vorteilhafte Konfiguration der Magnetschwebetechnik
ist in einem Prototypen an der TU Braunschweig verwirklicht worden und
zeichnet sich durch geringen Verschleiß, Geräuscharmut und niedrigen
Energieverbrauch aus.
Die Beförderung eines PKWs mit AUTOSHUTTLE verbraucht beispielsweise das Kraftstoff-äquivalent von 2,3 l Diesel pro 100 km. Für einen 40 t-LKW errechnen sich 13 l Diesel pro 100 km. Die Emissionen und der Rohstoffbedarf sind äußerst gering. Es gibt fast keine Geräuschentwicklung. Der Fahrkomfort ist besser als beim selber fahren. Der spezifische Platzverbrauch ist 2 bis 3,6 geringer und die Streckenleistungsfähigkeit entspricht mehr als 3 sechsspurigen Autobahn. Gegenüber elektronisch geführten selbstfahrenden Autos zeichnet sich AUTOSHUTTLE insbesondere durch höhere Sicherheit, Umweltverträglichkeit und Geschwindigkeit sowie bessere Finanzierbarkeit aus. Eine Finanzierungsstudie für die Strecke Duisburg-Köln zeigt trotz vorsichtiger Prognosen eine außergewöhnlich gute Finanzierbarkeit. Bereits ab einer Umsteigerrate von der Autobahn auf AUTOSHUTTLE von 28% kann eine nicht subventionierte Bau- und Betreibergesellschaft einen hohen Gewinn erwirtschaften. Eine vorläufige Akzeptanzprognose lässt auf eine wesentlich höhrere Umsteigerrate schließen. Zudem ist bereits bei kurzen Streckenlängen ein rentabler Betrieb möglich. Bisherige Bahnprojekte weisen dagegen eine wesentlich ungünstigere Finanzierbarkeit auf. |